Stell dir mal vor, es gäbe eine Superkraft

Ein Blogbeitrag von Alva Lück:

Eine magische Fahigkeit, mit der man sich beamen kann. In andere Lebensrealitäten, weg aus dem Winter oder gleich in ein ganz anderes Universum. Eines mit magischen Wesen oder in dem für einen kurzen Moment jeder Gedanke marshmallowrosa schimmert.

Ein Glück, dass du über diese Superkraft verfügst. Denn: Du kannst lesen. Du kannst also auch ein Buch aufschlagen und dich binnen weniger Wörter in eine beliebige Buchwelt flüchten. Wundervoll, nicht wahr?

Leider tun das immer weniger Menschen. Die Lesezeit sinkt jährlich. Am wenigsten Zeit fürs Lesen nehmen sich laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamts von 2024 Menschen zwischen 18 und 29 Jahren: 11 Minuten sind es nur bei den jungen Erwachsenen durchschnittlich pro Tag.

Dabei ist Lesen nicht nur eine unterhaltsame Ablenkung vom täglichen Trott, sondern steigert nachweislich alltagsrelevante Kompetenzen wie Konzentration, Fantasie und meines Erachtens besonders wichtig: Empathie.

Wer liest, wird als attraktiver wahrgenommen, und: lebt länger! Und zwar rund zwei Jahre, wie eine Studie der Yale University herausfand.

Lesen zu können, ist keine Selbstverständlichkeit, und nur weil uns die Tatsache, dass wir einzelne Buchstabenfolgen entziffern können, nicht mehr überrascht, heißt das nicht, dass uns Lesen langweilen sollte. Ganz im Gegenteil: Wer liest, lebt unendlich viele Leben, wer mag, sogar parallel. Wenn das mal keine Superkraft ist!

Alva Lück

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